Montag, 16. Juni 2014

Die letzten Tage

Seit Dharamshala ist eine Menge Zeit vergangen und natürlich ist auch viel passiert. In der Schule habe ich meine Projekte beendet, sodass die Library an Don weiter- bzw zurück gegeben werden kann.
Neben meinem letzten Schultag war dann noch das Teachers Picnic und mein Urlaub in Phuket.

Mein letzter Schultag fiel mit dem Beginn der Sommerferien zusammen, sodass es eigentlich kein trauriges Ende gab. Als Dankeschön habe ich eine nette Ansprache und ein zweites Exemplar der Schulmagazins bekommen.
Danach ging es zum Teachers Picnic. Mit dem Schulbus sind alle Lehrer nach Lacchiwala gefahren. Neben viel Essen gab es noch einen Fluss, in dem wir alle schwimmen waren. Das war auf jeden Fall ganz lustig.
Einige Zeit später ging es dann in den Sommerurlaub nach Thailand. Unser erstes Ziel hieß Bangkok. Es war heiß, aber die Großstadt hat einen schönen Flair. Das Severin Guesthouse in dem wir waren, hatte einen schönen Balkon, nettes Personal und eine super Lage. Von dort aus haben Solveig und ich uns die Stadt angesehen. Neu und alt stehen hier direkt nebeneinander. An einem Tag sind wir nach Ayuthaya (oder so) gefahren. Hier gab es hunderte von alten Tempeln, die aber alle recht ähnlich aussehen.
Wir haben noch viel mehr erlebt, aber das kann man mich einfach fragen.
Von Bangkok sind wir weiter nach Phuket. Hier gibt es wunderschöne Strände und viel Prostitution. Trotzdem war es auch mal wieder schön unter Touristen zu sein. Das Hotelzimmer hatte zwar keine Fenster, aber dafür gab es einen Pool. In Phuket waren wir am letzten Tag noch Schnorcheln. Das war wohl eine der besten Sachen, die wir gemacht haben. Blaues Wasser und bunte Fische. Ein Traum.
Von Phuket aus ging es dann mit dem Bus in den Norden richtig Urwald. Dort arbeitet Solveigs Freundin in einem Projekt. Viel mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen. Am ersten Tag waren wir an einem Wasserfall. Das war ganz cool.
Für mich beginnen jetzt die letzten Tage. Ob ich zurück will? Nein. Aber die Zukunft ruft. Ich werde die letzten Tage genießen.

Bis dahin macht's gut. Und wenn ihr mehr wissen wollt, dann schreibt mich an.
Jan

Montag, 31. März 2014

Unser Urlaub in Dharamsala

Guten Morgen liebe Leser,
Am Samstag bin ich von meinem Kurztrip aus Dharamsala und Amritsar wiedergekommen. Ich werde euch jetzt einfach mal kurz erzählen, was die Solveig und ich so gemacht haben. Am Montag ging es um 13:45 Uhr von Gate 8 des ISBT in Dehradun mit einem "grünen, angekotzten Bus" 14 Stunden Richtung Westen in die Berge nach Dharamsala, genauer gesagt nach Mcleod Ganj oder auch Upper Dharamsala. Der Ride war eigentlich gar nicht so schlimm. Solveig und ich hatten wohl einen der besten Kaffees in Indien an der ISBT in Chandigarh. Morgens um 4 sind wir dann schließlich angekommen und mussten nur noch den Weg zum Monestry finden. Ein freundlicher Tibeter hat uns zum Glück geholfen. Die nächsten Tage haben wir uns zusammen die Stadt angesehen. Da gibt es die Residenz vom Dalai Lama, ein Museum über Tibet, viele Restaurants und noch mehr kleine Läden. In einem der Restaurants haben wir lecker Kuchen gegessen. Irgendwann kam dann Andy aus Kanada. Wir haben uns nett unterhalten und eigentlich jeden Tag was mit ihm gemacht. Am Mittwoch bin ich dann alleine, während Solveig sich die Sprachschule im Dorf angeguckt hat, den Triund hoch gelaufen. Nach vier Stunden und 3 Pausen stand ich auf ca. 2900 Metern mitten im Schnee. Ziemlich geile Aussicht von dort oben. Außerdem habe ich in den kleinen Hütten viele coole Leute kennengelernt. Das war echt witzig. Der eine kam aus Russland, die anderen aus Schottland, Südafrika, England und den USA. Am Ende des Tages habe ich mich wieder mit Solveig getroffen und wir haben was leckeres gegessen. Am Donnerstag haben wir uns dann noch ein Museum in lower Dharamsala angesehen. Ziemlich interessant mal so einen Einblick in die Fertigung von Kleidern, Gemälden und Skulpturen zu bekommen. Für Solveig ging es dann Freitag wieder nach Hause, während ich am Samstag morgen weiter nach Amritsar gefahren bin.

7 Stunden später stehe ich also nach einer ziemlich harten Busfahrt in Amritsar. Das bekannteste Bauwerk hier ist wohl der goldene Tempel der Sikhs. Und ich muss echt sagen, der Tempel ist echt beeindruckend. Außen muss man seine Schuhe ausziehen und die Haare bedecken, bevor man den Tempel betreten darf. Dann betritt man ihn und läuft auf weißen Marmor auf eine Art See mit heiligen Wasser zu. Nachdem ich einige Runden gelaufen bin, ging es zur "Free Kitchen". Etwas unglaubliches passiert hier. Zehntausende von Menschen kommen täglich hier hin, um zum einen zu essen, aber auch, um das Essen zu machen, es auszuteilen oder Geschirr zu spülen. Es ist schon krass wie das alles funktioniert. Und ich muss sagen: Das Essen war echt lecker. Um 15 Uhr bin ich dann raus und nach Wagah zur Indo-Pakistanischen Grenze zu fahren. Hier findet täglich ein faszinierendes Schauspiel statt. Tausende von Indern und Pakistanis setzen und stellen sich auf ihre Seite der Grenze und Jubeln Soldaten wie bei einem Fußballspiel zu. Getrennt werden sie von einem Tor, das im Laufe der Zeremonie geöffnet und wieder geschlossen wird. Auf beiden Seiten gibt es außerdem einen Animateur, die die Massen anheizen. Vielleicht kann ich euch mal ein Video zeigen. Es lohnt sich auf jeden Fall, das mal gesehen zu haben. Um 19 Uhr bin ich wieder zum Tempel, um zu Abend zu essen. Mit einer Fahrrad Rikshaw ging es um 21 Uhr zum Bahnhof, von wo aus mein Sleeper Zug nach Dehradun ging. Im Zug lag ich neben einem Deutsch-Amerikanischen Paar. Wodurch ich mich deutlich wohler gefühlt habe. Morgens haben sie mir dann sogar Frühstück angeboten, was eventuell dafür gesorgt hat, dass ich mal wieder mit Margen-Darm Problemen im Bett liege. Wer weiß. 13 Stunden später bin ich dann also wieder auf dem Campus und der Tag an sich war eigentlich auch ganz gut. Abends dann ging es allerdings direkt Berg ab.
Jetzt Ruhe ich nicht erstmal aus, sodass ich morgen hoffentlich wieder fit bin.
Bis die Tage,
Euer Jan.

Donnerstag, 13. März 2014

Der Alltag

Ich bin jetzt schon seit 8 Monaten hier in Indien. Kaum zu glauben, oder? Die Zeit vergeht wie im Flug. Deshalb muss ich noch das Beste aus meinen letzten Monaten machen. In 2 Wochen sind ein paar Tage Ferien. Solveig und ich werden dann irgendwo hinfahren, um noch ein wenig vom Land zu sehen.
Bis dahin muss aber noch einiges in der Bücherei getan werden. Zum Glück machen wir Fortschritte, sodass es nicht mehr ganz so lange dauern wird. In den letzten Tagen war außerdem noch Solveigs Dad hier auf dem Campus. Schon ein wenig komisch so viele Deutsche zu sehen.
Für mich persönlich geht es jetzt erstmal darum, die weit verbreitete Virusinfektion loszuwerden. Bis jetzt bin ich eigentlich auf gutem Weg. Ich bin froh mir Lautsprecher bei Amazon bestellt zu haben. Endlich klingt Musik auch nach Musik. Ich muss gleich wieder zur Schule.
Bis zum nächsten Post,
Euer Jan.

Donnerstag, 13. Februar 2014

Neuigkeiten

Also um euch auf dem Laufenden zu halten kommt nach langer Zeit mal wieder ein Post.
Die letzten Wochen haben wir eigentlich immer mit der Technik gekämpft. Nicht nur die Kabel haben gebrannt, sondern auch die Pumpe für Frischwasser ist 2 mal kaputt gegangen.
Jetzt ist das Problem gelöst und alle sind happy.
Meine Zeit hier ist meistens auch ganz gut. Morgen versuche ich mal wieder was zu unternehmen. Wahrscheinlich alleine, aber man weiß ja nicht, was die Anderen so planen.
Meine Tage sind eigentlich immer ausgefüllt, sodass ich wenig direkte Freizeit habe.
Thomas hat gerade seinen Führerschein bestanden. Mit Abstand die beste Nachricht heute. Glückwunsch von mir. Ich habe damals wohl ein Versprechen geäußert, dass wenn er den Führerschein schafft, wir gemeinsam in die USA fliegen. Dann muss jetzt wohl angefangen werden, so viel wie möglich zu sparen.

Aber erstmal noch 4 Monate Indien genießen. Am 22.03. sind Ferien. Da wird sich noch mal was angeguckt.

Vorgestern ist ein neuer Freiwilliger gekommen. Ich denke, dass er ein cooler Typ ist. Übrigens auch aus den USA ;-)

Ich werde mich jetzt erstmal ausruhen. Ich bin übrigens per Skype zu erreichen. Name: janl.123
Klingelt doch einfach mal an, wenn ihr Zeit habt.

Bis zum nächsten Post,
Jan

Freitag, 17. Januar 2014

Weihnachten, Urlaub in Goa & Mumbai und das Seminar in Udaipur

Wow, es ist echt schon lange her, dass ich etwas auf meinem Blog veröffentlicht habe. Deshalb gibt es jetzt einfach mal meine letzten Monate kompakt zusammengefasst.
Beginnen werde ich natürlich mit Weihnachten und dem Start der Winterferien. Zu der Zeit war hier echt eine Menge los. Für die Weihnachtsfeier der Schule wurde fleißig geprobt und das Schulgebäude mit Sternen und Engeln verziert. Diese Zeit war echt bombe! Dann war auch schon der 21.12. und damit Tag der Aufführung. Alles in allem war diese ein Erfolg und ein guter Einstieg in das Weihnachtsprogramm auf dem Campus.
Mittlerweile war auch schon der 23.12. oder auch Tag meines Umzugs. Aus meiner alten 3-Zimmer (Schlafraum, Küche, riesen Badezimmer) Wohnung ging es in eine 2-Zimmer Wohnung (Schlafraum + Winzbad) eines anderen Gebäudes. Der Umzug ging eigentlich ganz schnell, nur herrscht in meinem neuen Raum Chaos, weil nicht genügend Platz vorhanden ist.
Am 24. begann dann das Weihnachtsprogramm. Alle mussten etwas dazu beitragen. Meine Rolle war die des (in Wirklichkeit natürlich nicht) schlechten Jesus.
War ganz witzig, dafür, dass ich meinen Text nicht kannte. Abends saßen dann alle am Lagerfeuer. Super Zeit also.
Am 27.12. sind Solveig und ich dann nach Goa geflogen. Das war für mich ein richtig geiler Urlaub. Unsere wooden huts standen quasi direkt am Strand. Es gibt natürlich noch so viel zu erzählen, aber leider habe ich keine Zeit, dass alles zu schreiben. Auf jeden Fall haben wir dort Silvester gefeiert und es war einfach herrlich die Raketen und Laternen über das Meer fliegen zu sehen. Auf einem Bootstrip haben wir dann noch Delfine gesehen, was wohl ein Highlight gewesen ist.
Irgendwann sind wir dann weiter mit dem Nachtbus nach Mumbai, aber davon erzähle ich im nächsten Post.

Dienstag, 24. Dezember 2013

Frohe Weihnachten!

Wow, es war so viel los hier, dass ich gar keine Zeit hatte zu schreiben. Doch jetzt ist Heiligabend und da nehme ich mir die Zeit euch Frohe Weihnachten zu wünschen. Wir hatten ein sehr unterhaltsames Abendprogramm, in dem alle etwas aufgeführt haben. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht.
Jetzt geht es erstmal in die Ferien.
Weihnachtliche Grüße aus Indien :-)

Donnerstag, 21. November 2013

Neuigkeiten

Nach langer Zeit melde ich mich wieder. Mittlerweile ist doch einiges hier in Indien passiert.
Zunächst einmal war Prinz Charles in Dehradun, um sich einige Schulen anzugucken und die Opfer der Katastrophe im Himalaya zu besuchen. Ich persönlich habe ihn nicht gesehen, was ich aber auch nicht so schlimm finde.
Dann gab es mal wieder einen Aufschrei der Bevölkerung, weil einer der ranghöchsten Police officer gesagt haben soll (später war man sich da doch nicht mehr so sicher), dass wenn man eine Vergewaltigung nicht verhindern könne, man sie doch genießen solle. Dann war natürlich noch die Formel 1 in Delhi, bei der Vettel natürlich gewonnen hat (was war auch anderes zu erwarten??).
Zu guter Letzt noch ein paar Neuigkeiten aus dem militärisch-technischen Bereich. Die Inder haben einen Satelliten Richtung roten Planeten geschickt. Es war die billigste Mission zum Mars überhaupt. Über den Sinn lässt sich natürlich streiten. Selbst die indische Raumfahrtbehörde sagte, dass der Satellit wahrscheinlich keine neue Entdeckung machen werde. Wo liegt dann der Sinn in einer Marsmission? Ach ja, man kann den Chinesen zeigen, dass Indien sogar den Mars erreichen kann. Man macht sich natürlich ein bisschen lächerlich, wenn man es erst behauptet, dann aber schon bei der Beschleunigung des Fluggeräts Probleme hat und die voraussichtliche Ankunft am Mars nach hinten verschieben muss.
Einen guten Aspekt hat das ganze Land aber doch. Die elendig, hungernden Menschen sind ein wenig stolz auf ihr Land.
Apropos China. Das indische Militär hat mal wieder einen (Ironie an) ultramodernen (Ironie aus) Flugzeugträger von den Russen gekauft, der irgendwann in den 70gern gebaut wurde. Ein bisschen neu angepinselt und verlängert und schon heißt es: Haha China, wir sind stärker als ihr. Warum man die Chinesen immer provozieren muss, verstehe ich noch nicht so ganz, aber die Politiker wissen bestimmt warum.

Und jetzt zu mir.
Letztes Wochenende waren Solveig und ich mal wieder unterwegs. Wohin es ging? Unsere Reise ging nach Shimla. Diese kleine Stadt wurde von den Briten in den Bergen des Himalayas errichtet. Sie diente als Sommerresidenz und Ferienort. Um schnell von Delhi oder sonst wo nach Shimla zu gelangen bauten sie die sogenannte "Toy Train". Diese Schmalspurbahn hat, wenn ich mich recht erinnere, eine Spurweite von nur 60 Zentimeter. Wir haben allerdings den Bus von Dehradun direkt nach Shimla genommen. Die Tour war eigentlich ganz witzig, da wir im Internet gelesen haben, dass der Bus ca. 5 Stunden brauchen würde. Nach 5 Stunden lagen allerdings noch ein paar Stunden Fahrt vor uns. Tja, Solveigs Reiseführer hatte Recht. Es waren letztendlich doch ca. 8 Stunden. Aber dafür hatten wir auch einen super Ausblick. Endlich am ISBT in Shimla angekommen hieß es: Wie geht's denn jetzt in die Stadt. Tja großes Gebäude, aber keiner da. Keine Rikshaw, keinTaxi und auch kein Bus. Ich dachte nur, dass ich bestimmt nicht den Weg bis nach Shimla laufe. Erstens, wussten wir nicht wo lang und zweitens, wie weit die Stadt überhaupt entfernt lag. Bevor wir uns weiter mit dem Problem beschäftigen konnten, haben wir erstmal einen Mann nach den Abfahrtszeiten der Busse nach Dehradun erkundigt. Dann ging es wieder los und siehe da, da steht ein Shuttlebus zur City. Eingestiegen und los ging es. Am local bus stand angekommen ging die Hektik los. Aussteigen oder sitzen bleiben. Ahhh!! Aussteigen! Man wurde letztendlich mehr aus dem Bus gequetscht, als das man in Ruhe aussteigen hätte können. Aber das ist sowieso ein Phänomen in Indien. Sobald man sich der Haltestelle nähert, drehen alle Inder am Rad. Sie springen auf, krallen sich ihre Klamotten und rennen zur Tür ohne Rücksicht auf Verluste und andere Mitfahrer. Sobald der Bus stehen bleibt ist dann Frau-bekommt-Paket-von-Zalando-Stimmung und man sollte sich lieber in Deckung begeben. Die Inder quetschen, drängeln und schubsen sich aus dem Bus. Dabei schreien sie einen an, wenn man zu langsam ist oder hauen einen mit den Ellenbogen zur Seite. Wenn man die einzige Person ist, die aussteigen will, dann sind die Leute aber meistens freundlich und versuchen so viel Platz wie möglich zu machen, ohne sich von der Stelle zu bewegen, sodass ja keiner den Platz klaut.
Aber zurück nach Shimla.
Weil Solveig sich ein wenig (oder auch ein bisschen mehr ;-) ) ortskundig gemacht hat, wussten wir, dass wir in den oberen Teil und weiter in den Osten der Stadt mussten. Also hoch den Berg. Sind ja nur gefühlte 70 Grad Steigung. Oben angekommen befanden wir uns am Ende der "Mall". So heißen anscheinend alle Einkaufsstraßen in Indien. Dann wurden wir von einem Mann angesprochen, ob wir uns nicht mal das Hotel Woodland angucken möchten. Die Bilder auf seiner zerknitterten Brochure und der Preis sahen ganz gut aus, weshalb wir mitgegangen sind. Und wieder ging es den Berg rauf. Wie immer achtet der "Guide" nicht auf unser Tempo, sondern läuft einfach mal davon. Am Hotel haben wir uns ein paar Zimmer angesehen und haben eingecheckt. Die zwei TripAdvisor Bewertungen lasen sich ganz gut. Nur bei einer Person wurde eingebrochen :-D Bei zwei Bewertungen sind das nur 50%.
Der Balkon hat uns echt überzeugt. Nachdem wir uns frisch gemacht haben, sind wir dann noch mal raus und ich sage nur WOW!
Wir hatten wirklich viel Spaß in Shimla. Dieser kleine Ort wird am Abend richtig schön. Die Restaurants und Geschäfte haben geöffnet und die Leute schlendern die Mall entlang und genießen die Zeit. Dazu die alten Häuser der Briten und die Atmosphäre ist perfekt. Abendessen gab es bei Pino's Pizza. Eine kleine Pizzeria mit guter Musik. So macht Urlaub Spaß. Auf dem Rückweg sind wir dann noch durch die Stadt gelaufen. Zufällig kamen wir an einer kleinen Bäckerei vorbei, die super leckere Kuchen und andere Backwaren herstellt. Köstlich!
Am nächsten Morgen haben wir uns früh auf den Weg zum Affentempel auf einem Berg, östlich von Shimla, gemacht. Das besondere hier ist, dass der Gott eine riesige Statur bekommen hat. Am Anfang des Weges stand ein Schild mit Zeitangaben, wie lange verschieden gut trainierte Menschen für den Weg brauchen. Da wir uns als eher untrainiert eingestuft haben, standen uns 60 Minuten Fußweg bevor. Das Problem ist eigentlich nicht die Kondition, sondern die Höhe, die einem zu schaffen macht. Oben angekommen wurden wir von seeehr vielen Affen begrüßt. So süß sind die übrigens nicht, weil sie sich doch relativ oft kloppen und herum schreien.
Die Aussicht war allerdings mal wieder grandios. Auf dem Rückweg ist dann noch etwas lustiges passiert. Ein Mann hat eine Frau gewarnt, dass die Affen versuchen, ihre Brille zu klauen. Exakt in dem Moment, als er den Satz zu Ende gesagt hatte, machte ein Affe einen Satz und schnappte sich die Brille. Zum Glück gibt es ja Cookies, sodass der Affe die Brille wieder herausrückt. Glück gehabt.
Unten angekommen sind wir weiter zu einer Lodge der Briten. Sie stammt aus der frühen Kolonialzeit und sieht aus wie ein kleiner Palast. Hier fanden einige Gespräche zwischen den Briten und Gandhi statt.
Schöner Ort, zu kurze Führung. Deshalb haben wir uns einen kleinen Moment im Garten ausgeruht. Danach sind wir zurück und sind ein wenig shoppen gegangen. Ein paar Sachen hier und ein paar dort. Schnell ist das geliebte Geld hinfort. Schön sind die Sachen dennoch.
Abendessen gab es dann in einem regierungseigenem Restaurant. Essen war so lala, aber der Abend war klasse. Damit näherte sich unser Shimla Urlaub auch schon dem Ende.
Am nächsten Morgen haben wir dann nur noch ausgecheckt und sind schnurstracks zum Bus. Am Ende der Busfahrt wurde es dann noch mal richtig voll im Bus, sodass wir kaum aus dem Bus aussteigen konnten.
Dienstag bin ich dann noch nach Dehradun, um meine beim Schneider abgegeben Sachen abzuholen.
Mit einem Mal habe ich dann Fieber bekommen. Fragt mich nicht warum :-D
Heute war dann auch schon wieder alles in Ordnung. Ich war also fit für den Sports Day der Shishya School.

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Mein Urlaub in Jaipur (6) - Naharagh Fort

Heute ging es nach dem Shoppen hoch zum Naharagh Fort. Das Fort liegt auf den Hügeln, nördlich der Stadt. Wie man da genau hinkommt, wussten wir nicht. Was wir wussten war, dass das Fort zwischen Jaipur und Amber liegt. Also sind wir zum Hawa Mahal, von wo aus die Busse nach Amber abfahren. Nachdem wir uns durchgefragt haben, sagte man uns, dass wir einen der Busse nehmen können. Was sich natürlich als nicht ganz richtig erwiesen hatte, weil die Heinies, aka. Busfahrer und Kontrolleur, gar keine Ahnung hatten, wo wir hin wollten und einfach mal ja gesagt haben. Ganz falsch war die Richtung nicht, denn wir hätten einfach nur aussteigen müssen, aber woher sollen wir das wissen, wenn noch nicht einmal die Einheimischen wissen, wovon man spricht. Letztendlich kamen wir also nach Amber. Dort habe ich uns eine Riksha organisiert, die uns hoch zum Fort brachte. Alleine dieser Ausblick war schon hammer.
Bei der Ankunft kam dann kurz purer Ekel auf. 1. stank es so dermaßen nach Scheiße, dass man fast umgekehrt wäre (Jaiputen haben die Kuhhaufen in der Sonne getrocknet) und 2. lagen auf der rechten Seite zwei tote, verwesende Kühe. Die eine lag einfach in der Ecke, die andere blutend auf einem Karren. Genau so muss man das vor einer Touristenattraktion machen :-D
In der Burg angekommen, sind wir erstmal aufs Klo und dann ins Café, etwas trinken.
Danach sind wir in die richtige innere Burg. Die war ganz okay. Nur die männlichen Jugendlichen nerven, wenn sie einen andauernd fragen, ob sie ein Foto von uns oder mit uns machen können. Wir haben uns schon überlegt, ob wir nicht das nächste Mal Geld verlangen.

Hier sind ein paar Fotos. Die beschreiben alles besser, als ich :-)

Mein Urlaub in Jaipur (5) - Stadtbesichtigung

Am 3. Tag war Sight Seeing angesagt. Programmpunkt 1 war das Hawa Mahal. Das vom Maharadscha gebaute Gebäude war die Location für die ganz großen Parties. Es wäre wohl das perfekte Haus für Berlusconi gewesen. Warum? Im Hawa Mahal wurden nicht nur normale Parties gefeiert oder Gäste empfangen. Hier wohnten auch die Mätressen des Maharadschas. Die Architekten ließen sich deshalb etwas ganz raffiniertes einfallen. Sie bauten Fenster und Schächte, die es erlauben nach draußen, aber nicht nach drinnen gucken zu können. Somit wusste außen niemand, was der Herrscher gerade trieb.
Außerdem bauten sie, anstelle der Treppen, große Rollstuhlauffahrten. Das hatte den Grund, dass de Saris früher so schwer gewesen sind, dass die Frauen damit die Stufen nicht mehr hochgekommen wären. Deshalb hat man sie einfach in einen Rollstuhl gesetzt und nach oben geschoben.
Übrigens haben wir uns für dieses Bauwerk einen Guide genommen. Allerdings ist der so durch das Haus gehetzt, dass man dachte, er sei auf der Flucht. Das war ein kleiner negativer Punkt. Sonst war das Ding echt gut.
Das war es auch schon vom Hawa Mahal. Das nächste Ziel unserer Tour war das (die) Jantar Mantar (wörtlich übersetzt heißt das so viel wie "Recheninstrument"). Hierbei handelt es sich um eine Ansammlung von Recheninstrumenten, die von Jahal bis 1733 gebaut wurden. Unter anderem steht hier, die mit 27 Metern Höhe, größte Sonnenuhr der Welt. Da sie auf den jaipurischen Längengrad abgestimmt ist, muss man einige Minuten dazu rechnen, um die IST (Indian Standard Time) zu bekommen. Wenn man dies gemacht hat, dann geht die Uhr bis zu 2 Sekunden genau. Außerdem stehen hier noch Instrumente zur Berechnung der Sternenkonstellation, Sonnenuhren für Sommerzeit, Winterzeit und den Tag dazwischen (diese Uhrzeit geht nur an 2 Tagen im Jahr), eine Scheibe zur Berechnung von Horoskopen, die für die Geburt wichtig waren und teilweise immer noch sind, ein Instrument, das die Planetenbahnen anzeigt und die Sonnenhöhe bestimmt. Fragt mich jetzt aber nicht mehr, wie das ging, denn auch dieser Guide musste wohl aufs Klo oder zur Frau nach Hause, um Mittag zu essen. Zeit zum Nachdenken blieb uns also nicht. Verstanden hätten wir es wahrscheinlich sowieso nicht ;-)

Ich fand das total interessant. Vor allem bin ich von der Präzision begeistert, mit der die Inder diese Instrumente gebaut haben.
In einigen anderen Städten z. B. in Delhi und Varanasi, kann man diese Rechenzentren ebenfalls finden.

Nachdem wir uns dies also angeschaut haben sind wir in die Pink City gefahren, um Solveigs neue Brille abzuholen. Eine normale und eine Sonnenbrille gab's hier unglaublich günstig. Auch Sophia hat sich eine machen lassen, allerdings waren die Gläser nachher blau und nicht schwarz. Das hieß für uns auf die neuen Gläser warten. 5 Minuten sagte man uns. Ihr wisst wahrscheinlich was das heißt :-D Aus 5 wurden nachher glaube ich 30 Minuten. Naja, ich bin in der Zeit ein wenig durch die Pink City gelaufen. Als ich wiedergekommen bin, war die Brille fast fertig. Dann ging es zurück ins Hotel. Dort haben wir zu Abend gegessen und uns für den nächsten Tag ausgeruht.
Wie es dann weiter ging, lest ihr im nächsten Post :-)

Montag, 28. Oktober 2013

UPDATE: Krank war gestern

Da hat es mich wohl erwischt. Gestern Vorgestern Abend bin ich sich tatsächlich aus dem Nichts krank geworden. Was der Auslöser war weiß ich nicht. Solange es mir stetig besser geht, ist es auch egal. Heute bin ich auf jeden Fall erst einmal nicht zur Schule gegangen. Ich hoffe, dass ihr einen besseren Start in die Woche habt. Viele liebe Grüße. Jan.
Update:
So schnell, wie ich krank geworden bin, bin ich auch schon wieder fit. Was genau die Ursache war, weiß ich nicht. Vielleicht war des Essen nicht zu 100% sauber. Egal, weiter geht's... :-)

Samstag, 26. Oktober 2013

Mein Urlaub in Jaipur (4) - Roof Top Restaurant

Ich sage euch was. Ich vermisse die geilen Abende auf den Roof Top Restaurants in Jaipur. Die Dachterassen waren einfach herrlich. Besonders gut hat mir das Peacock Restaurant des gegenüberliegenden Hotels gefallen. Das Essen war sooo lecker. Es gab sogar Würstchen. Das hoteleigene Restaurant war auch gut. Dort haben wir immer unsere Freunde David und Annie aus Canada getroffen und ein paar nette Abende verbracht. Der Service war aber ein Witz. An einem Tag saßen David und Annie für 30 Minuten im Restaurant, ohne überhaupt die Karten bekommen zu haben. Als wir dazu gestoßen sind, dachte wir, dass sie schon bestellt haben, aber das war nicht der Fall. Also haben wir alle zusammen bestellt. Ich glaube wir haben sogar fast alle das bekommen, was wir bestellt haben. Solveig hat ihren Green Salad allerdings bekommen, als wir anderen schon fast fertig mit essen waren. Ach ja, der Green Salad bestand aus Gurken und Tomaten.
Die Kellner sind einfach so göttlich. Wenn du ein Cheese Omlett bekommst du eins ohne Käse. Wenn du ein Cheese Omlett mit Brot bestellst, dann bekommst du ein plain Omlett ohne Brot. Daraufhin habe ich am nächsten Abend ein Omlett WITHOUT Brot bestellt. Hey und ich habe Brot bekommen. Mal ist das Toast getoastet und liegt lose auf dem Ei. Mal ist es ungetoastet und ist fest gebraten. Einfach immer wieder interessant, wie man sein Essen bekommt.
Das Peacock hatte aber wohl den grandiosesten Ausblick. Man konnte über die ganze Stadt gucken. Dabei gab es super Musik, leckeren Lassi und natürlich das spitzen Essen. Und der Kellner war auch total nett. Die Menschen dort sind kaum mit den Menschen in unserem Bundesstaat zu vergleichen. Sie sind viel aufgeschlossener und fast immer freundlich mit einem Lächeln im Gesicht.
Danke Jaipur für diese Gastfreundschaft.

Mein Urlaub in Jaipur (3) - Elefantastic

Törrröö!!! Der Elefanten Tag war eines der großen Highlights unseres Urlaubs. Zunächst wurden wir von Rahul, dem Leiter von Elefantastic, zu unseren beiden Elefanten geführt. Dabei hat er uns einige Infos zu den Elefanten gegen. Rahul lebt seit seiner Geburt mit den Elefanten zusammen. Er rettet sie aus Zirkussen und vor grausamer Arbeit. Die Elefanten haben ihre eigenen "kleinen" Wohnung, wo sie mit der Familie des Reiters zusammen leben und ein Teil der Familie werden.
Zunächst werden die Elefanten gefüttert, damit sie über die Hand unseren Geruch aufnehmen können und somit die erste Verbindung mit uns aufbauen können. Es war ein super Gefühl, so nah bei den Elefanten zu sein. Das sind echt knuffige Tiere. Es ist ebenfalls wichtig nah bei dem größten Säugetier zu stehen, da sie nicht die besten Augen haben. Bei ca. 12 Meter ist Schluss. Allerdings lieben Elefanten den Blickkontakt. Wir Menschen können auch viel in deren Augen ablesen. Wenn man die Elefanten zum Beispiel auf der Stirn gestreichelt hat, verdrehten sie die Augen und entspannten.
Danach sind wir zum Lunch zu Rahuls Mutter gefahren. Sie bekocht in ihrem Haus die Gäste von Elefantastic. Ich glaube, dass ich dort das beste indische Essen seit meiner Ankunft gegessen habe. Es war so lecker. Die Mutter spricht leider kein Englisch, aber trotzdem konnten wir uns ein bisschen unterhalten. Und dieses Essen. Mhmm.
Nach der Stärkung ging es zurück zu den Elefanten. Rahul hat mir vorher per Email mitgeteilt, dass das Wasser zum Baden der Elefanten zu kalt sei, weshalb wir einen Ritt ohne Sattel als Entschädigung bekommen haben. Mein Gott, war die Hüfte des Elefanten hart, selbst mit Polster. Irgendwann war man zwar dran gewöhnt, allerdings war ich dennoch froh, als wir wieder am Stall angekommen waren. Solveig saß vor mir und hatte eventuell einen angenehmeren Platz. Als ich gefragt habe, meinte sie zwar, dass er genau so hart, aber meiner sei, doch ich bin mir da nicht ganz so sicher. Irgendwie sah der Platz besser aus :-D
Danach durften wir die Haut des Elefanten anmalen. Die Farben sind alle natürlich. Sie werden entweder aus Pflanzen oder aus Steinen hergestellt. Als Pinsel dient ein ausgefranstes Bambusstäbchen. Mein Bild war ein Dschungel mit Elefanten.
Dann gab es doch noch eine super Überraschung. Das Wasser war an diesem Tag doch nicht zu kalt, weshalb wir mit den Elefanten baden gehen konnten. Nacktbaden!!! Nein, Spaß. 1. Sind wir in Indien und 2. Wer will das sehen :-P Also mit allen Sachen rein ins Wasser. Das war wohl das Geilste, was man mit denen machen kann. Arschbombe vom Kopf des Elefanten :-D Es war ganz schön anstrengend, wieder auf den Rücken zu klettern, aber zum Glück sind sie immer ein bisschen für uns abgetaucht. Solveig hat leider ihr Brille im Wasser verloren. Trotzdem hat es ihr viel Spaß gemacht. Als es ein bisschen dunkler wurde sind wir alle aus dem Wasser, das unsere Kleidung ja noch trocken musste. Dann sind wir zurück zum Hof gelaufen. Für eine kurze Zeit hat es dann geregnet und gestürmt. Aber nach 5 Minuten war alles vorbei. Bevor wir zu unserem richtigen Elefantenritt im Nationalpark aufgebrochen sind, habe ich Rahul noch gefragt, ob wir ein Elefantastic T-Shirt als Andenken bekommen könnten. Er meinte ja natürlich. Daraufhin sind wir zum Nationalpark. Die Elefanten standen schon bereit. Die Sonne war schon fast komplett untergegangen. Als die beiden Mädchen in ihrem Elefanten und ich in meinem Elefanten saßen, haben wir noch Blumenketten und einen Regenschirm bekommen. Dann ging es langsam und schaukelnd los. Das war schön entspannend. Wobei ich eher ein Naturbeobachter bin und versuche Tiere zu sehen und ein bisschen vom vielen Gerede der Anderen genervt war. Aber als es später wurde, waren alle ruhiger und man konnte die Natur genießen. Das war gut. Dadurch, dass ich alleine auf dem großen Elefanten saß und ich mit den Mädchen unterwegs war, nannten mich die anderen Besucher Maharadscha :-D.
Nach einer Stunde sind wir wieder am Startpunkt angekommen. Unser Tag war zu Ende. Rahul hat uns noch einmal zum Stall gefahren, wo wir die Shirts bekommen haben. Die Mädchen waren echt glücklich, da ihre Kurtas immer noch etwas nass waren. Mit einer Riksha sind wir dann nach Hause gebracht worden. Das war ein echt aufregender Tag, den ich so schnell nicht vergessen werde.

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